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Tischtennis

Tischtennis: Spitzenwoche bringt nur ein Spitzenergebnis

2018 04 20 Andre Wulf 01

Beide SVS-Teams bekamen es innerhalb von sieben Tagen mit den Topteams ihrer Klassen zu tun. Während der SVS I dem VfB Lübeck III unterlag, konnte die Zweite etwas überraschend den Berliner SC I niederringen.

 

Zwischenfazit zur Rückrunde 2019/20

Gut schaut's aus, wenn man sich die Leistungen der Schmalenseer Tischtennisspieler*innen zur Halbzeit der Frühjahrsserie 2020 ansieht.

Unsere 1. Mannschaft mischt weiterhin an der Tabellenspitze in der 2. Bezirksliga Nord mit. Dort liefert sie sich als Zweiter einen Vierkampf mit dem VfB Lübeck III, bei dem sie kürzlich Punkte lassen musste, dem starken Polizei SV Eutin I und dem TSV Ostseebad Grömitz I. Allerdings sammelte das Team von Kapitän Nils Koenig seit Jahresbeginn nur 4 von 10 möglichen Punkten. Erfolgen über den SV Schwarz-Weiß Westerrade (9:2) und dem TuS Fahrenkrug II (9:1), stehen Niederlagen gegen TC Grün-Weiß Oldenburg (7:9), Polizei SV Eutin I (6:9) und vor wenigen Tagen beim VfB Lübeck III gegenüber.

Derweil hat die 2. Mannschaft erst zwei Partien absolviert. Nach einem unglücklichen 7:7-Unentschieden gegen Schlusslicht SC Ellerau II, gelang kürzlich der nicht einkalkulierte Coup gegen den Klasssenprimus Berliner SC I. Obwohl die Truppe von Capitano Stefan Theen noch sechs Spiele zu bestreiten hat, könnte sie bereits am Montagabend ihr Saisonziel erreichen. Gelänge ein Erfolg beim Vorletzten TTSG Fuhlendorf-Wiemersdorf II, dann hätte das Team auch rechnerisch den Klassenerhalt sicher und könnte entspannt in alle weiteren Matches gehen.

2. Bezirksliga Nord

Montag, 17.02.2020: VfB Lübeck III - SV Schmalensee I 9:5

Zu Wochenbeginn reiste unsere 1. Mannschaft beim VfB Lübeck zum Duell um Platz 1 an. In der Sporthalle der Paul-Gerhardt-Schule fand sich das Team jedoch geschwächt ein. Fünfer Stephan Fester musste aus gesundheitlichen Gründen passen und Timo Kruse fehlte ebenfalls. Für sie gingen Bernd Figura und Christopher Brust als Ersatzspieler an die TIsche.

Anfangs lief es für den SVS: Ralf Neugebauer/Andre Wulf sicherten sich ihr Doppel gegen die beiden Youngster Marvin Wriedt/Tim Osburg mit 3:1. Schwerer, aber nicht chancenlos, hatten es am Nebentisch die Not-Kombination Nils Koenig/Christopher Brust. Trotz ihrer 0:3-Niederlage verkauften sie sich in allen Sätzen gut gegen Rudolf Frey/Jonah Liebenow. Einen weiteren Zähler sackten Life Waldron/Bernd Figura im dritten Doppel ein. Mit 1:2 Sätzen in Rückstand, bissen sie sich wieder ins Geschehen und kauften Eric Feaux de la Croix/Uwe Pöhla doch noch den Schneid ab (3:2).

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Licht und Schatten: Ralf Neugebauer (links) und Andre Wulf spielten ein gutes Doppel, aber magere Einzel.

Ab dem ersten Einzel drehte sich der Spielverlauf komplett. Erst konnte Andre Wulf seine 2:1-Führung gegen den motivierten Routinier Rudolf Frey nicht ins Ziel bringen, sodass der Linkshänder noch einen Erfolg einheimste (2:3). Ralf Neugebauer fand erst nach 0:2-Rückstand zu seinem Spiel und konnte dem jungen Jonah Liebenow spät Paroli bieten. Zwar schaffte Ralle es in den Entscheidungsdurchgang, dieser wiederum ging dann mit 11:8 an den Grün-Weißen (2:3). Teilweise sehr sehenswert, jedoch minder erfolgreich, verlief das Aufeinandertreffen von Life Waldron mit Marvin Wriedt. Über fünf Sätze, in denen Life zwischenzeitlich 2:1 vorne lag, servierten sich beide starke Rallyes mit vielfach glücklichen Ausgängen für jede Seite. Letzlich musste unsere Nr. 4 gratulieren (2:3). Ganz klar zugunsten des Hausherren ging das Spiel zwischen Eric Feaux de la Croix und Nils Koenig aus. Über drei Sätze hinweg kam Nils nie richtig hinein und hatte große Mühe die Aufschläge des Lübeckers zu returnieren - 3:0 VfB. Im Anschluss waren die Ersatzmänner an der Reihe. Christopher Brust bekam es im Linkshänderduell mit Tim Osburg zu tun. Insgesamt hielt er solide mit, blieb jedoch in den entscheidenden Phasen zu passiv, um seinen keinesfalls übermächtigen Gegner richtig unter Druck  setzen zu können. Dank Osburgs konsequenterem Auftritt sackte er diesen Punkt ein (3:1). Nichts für schwache Nerven wurde danach die Vorstellung von Bernd Figura. In Uwe Pöhla stand ihm ein ausgebuffter Mann als schwere Hürde gegenüber. Erst geriet Barny mit 1:2 nach Sätzen ins Hintertreffen, dreht in Satz 4 mit 11:3 voll auf und spielte sich in den Entscheidungsdurchgang. Dieser war bot reichlich Drama: 5:1 für Pöhla, 5:9 für Figura, 10:10-Ausgleich und ein Matchball zum 10:12 für unseren SVS-Recken (3:2).

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Sein Punkt reichte am Ende nicht mehr: Nils Koenig.

Im Schlagabtausch beider Einser zwischen Frey und Ralle entwickelte sich die nächste "unendliche Geschichte". 2:1 eilte der VfBler davon, Ralf schaffte den Satzausgleich und der Finalsatz blieb, auch mit etwas Netz- und Kantenglück, wieder bei den Gastgebern (3:2). Zwei Matches sollte sich der SVS danach noch sichern: Andre Wulf blieb trotz vier Sätzen stets Herr der Lage im Spiel gegen Liebenow (3:1). Enger ging's bei Nils zu, der gegen Wriedt nach 0:1 durch zwei Satzgewinne auf die Siegerstraße einzubiegen schien, ehe der junge Mann zurückkam und eine Entscheidung im 5. Satz erzwang. Umkämpft blieb es bis zum Schluss, aber unser routinierter Nils behielt bei einigen wichtigen Bällen den kühleren Kopf, der ihm zum Erfolg verhalf (3:2). Es sollte das letzte positive Erlebnis aus SVS-Sicht an diesem Abend gewesen sein. Weder Life (1:3 gegen de la Croix) noch Bernd (1:3 gegen Osburg) konnten sich danach durchsetzen. Um 23:35 Uhr hatte das Spitzenspiel im VfB Lübeck seinen Sieger gefunden.

Hier geht's zum ausführlichen Spielbericht.

In der Liga steht das nächste Spiel am Freitag, 28. Februar an. Einen Tag vor den SVS-Vereinsmeisterschaften wird erstmals die Spielvereinigung Pönitz Gast an der Tarbeker Straße sein. Aufschlag ist um 20:00 Uhr.

3. Kreisklasse

Freitag, 21.02.2020: SV Schmalensee II - Berliner SC I 8:6

Unverhofft kommt oft, und in dieser Saison anscheinend gerne gegen Spitzenteams. Am Freitagabend schnappte unsere 2. Mannschaft dem Tabellenersten aus Berlin zwei nicht einkalkulierte Punkte weg. Gleiches gelang bereits im November gegen den damaligen Spitzenreiter TuS Fahrenkrug III.

Ein Auftakt nach Maß wurden die Doppel: Yvonne Wenzel/Bernd Figura siegten 3:2 über Florian Baer/Stefan Koscielny, Olaf Suhr/Christopher Brust ließen Sascha Belz/Carsten Bohnensack beim 3:0 keine Chance.

Yvonne Wenzel 02

Mehrfach erfolgreich: Yvonne Wenzel verbuchte sowohl einen Einzelsieg als auch...

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ihr Doppel mit Bernd Figura.

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Ließ an diesem Abend nichts liegen: Christopher Brust gewann drei Einzel und das Doppel mit Olaf Suhr.

Gut aufgewärmt durchs Doppel ging Bernd Figura ins Duell mit Stefan Koscielny, das er 3:1 für sich verbuchen konnte. Etwas Pech hatte in der Folge Yvonne Wenzel, die sich stark gegen den noch ungeschlagenen Florian Baer präsentierte. Leider brachte sie ihre 2:1-Satzführung nicht ins Ziel und musste ihrem Gegenüber doch noch gratulieren (2:3). Überraschend war die sich anschließende Niederlage Olaf Suhrs gegen Berlins Ersatzmann Carsten Bohnensack. Der Vater unseres ehemaligen SVS-Spielers Marco Bohnensack behielt in einer hart umkämpften Partie knapp die Nase vorn (4:11, 11:9, 10:12 12:14). Besser machte es Christopher Brust, der klare Revanche für eine unnötige Hinspiel-Niederlage nahm. 3:0 schickte er den unangenehm agierenden Langnoppenspieler Sascha Belz wieder vom Tisch. Nun sollte es ärgerlich werden: Mutig ging Bernd im Kurznoppenduell mit Baer zu Werke, setzte sich rasch 2:0 ab. Darauf folgten Konzentrationsschwäche in Durchgang 3 und eine Handvoll Netz- und Kantenbälle Baers im Vierten, sodass Berlins Einser wieder da war und einem sichtlich entnervten Barny doch noch den Zahn ziehen konnte (2:3). Dafür zahlte Yvonne mit einem verdienten Triumph über Koscielny aufs Punktekonto ein (3:1). Mehr als eine psychische Belastungsprobe wurde dann die Partie zwischen Olaf und Belz. Satz 1 und 2 gingen knapp an den Materialspieler, bevor Olaf zur Aufholjagd ansetzte. Im Entscheidungsdurchgang provozierte das flatterhafte Noppenspiel des Gästespielers einige Fehler zu viel und kostete unseren Spartenleiter den Sieg (2:3). Überflüssige Spannung produzierte zeitgleich Christopher. Relativ ungefährdet zog er 2:0 gegen Bohnensack davon, ehe er Berlins Reservisten durch inkonsequentes Spiel zurück ins Geschehen brachte. Erst im 5. Satz fing sich unsere Nr. 4 wieder, um doch den nächsten SVS-Zähler einzusammeln (3:2). Seine Pechsträhne an diesem Abend vervollständigte nun Olaf, als er gegen Baer ein nahezu ausgeglichenes Spiel bot, aber entscheidende Bälle seinem Kontrahenten gewinnbringend überließ (1:3). Eine sehr umkämpfte Schlussphase begann: Bernd hielt zunächst Belz ohne große Mühe 3:0 in Schach. Derweil sah sich Yvonne einem für sie schwer zu bespielenden Bohnensack gegenüber. Engagiert wie immer kehrte sie nach 1:2 zurück ins Geschehen, aber im letzten Satz zog ihr Gegner zu schnell davon, wodurch er sich sein zweites Einzel an diesem Abend sicherte (2:3). Beim Zwischenstand von 7:6 für den SVS wurde Christophers Match gegen Koscielny zum Zünglein an der Waage. Hier sah es vorläufig nicht gut aus. Einem gewonnenen Satz 1 folgte ein 15:17 in Satz 2 und auch der dritte Durchgang ging verloren. Glücklicherweise agierte unsere Vier anschließend sichtlich aggressiver und kam zum Satzausgleich. Im Schlussdurchgang verlief die Partie dicht an dicht, wobei Christopher seine Schläge besser variierte und seinem Gegner dadurch unerwartete Fehler unterliefen. Bei 10:9 setzte Koscielny einen Rückhand-Block neben den Tisch, worauf alle SVS-Spieler*innen den verwandelten Matchball fröhlich bejubelten.

Hier geht's zum vollständigen Spielbericht.

Am Montag, 24. Februar wird unsere Zweite als Tabellenvierter bei der TTSG Fuhlendorf-Wiemersdorf II gastieren. Spränge hier ein Erfolg heraus, so hätte das Team frühzeitig den angestrebten Klassenerhalt sicher.

 

Berichte: Christopher Brust